Über ein Jahr war ich Kunde bei einem Coachingehepaar genannt Akafabus
Anfang des Jahres meldete ich rechtzeitig und rechtmäßig die Kündigung des Einzelcoachings an. 6 Wochen zuvor wurde ich in einem Gruppentraining vom Coach „aufgefordert“ das Coaching wöchentlich zu nehmen (obwohl wir es anders vereinbart hatten) und wenn ich verhindert bin das Doppelte (200 Euro/Stunde) zu zahlen. Ich war bereits bei einem weiteren Wochen-Seminar angemeldet und hatte das Geld schon überwiesen.
Die Antwort kam wie folgt:
Lieber XXXXX!
Danke für Deine Mail. Damit ist unsere Zusammenarbeit ab sofort beendet. Ebenso, wie sich Deine Teilnahme am Training „Lebensvision“ erübrigt hat. Für Dein Verachtungsspiel und die Erklärungen mit denen Du dies vor Dir selbst verschleierst, stehen wir nicht mehr zur Verfügung. Du hast beim Training „Beziehungen“ vor allen Teilnehmern Dein Wort gegeben, wöchentlich die Termine wahrzunehmen und wenn Du eine Sitzung ausfallen lässt, den doppelten Preis zu bezahlen.(Dies als Ausdruck Deiner Ernsthaftigkeit, Deinen dysfunktionalen Standpunkt aufzugeben). Und jetzt scheißt Du drauf. Damit wird Dein Wort – das machtvollste Instrument für Erfüllung – zum wertlosen Geschwätz. Und Du selbst machst Dich zum beliebigen Schwätzer und führst mit Deiner verachtenden Verarsche die Welt an der Nase rum. Die Konsequenz daraus ist, dass Du nicht kriegst, nach was Du Dich sehnst. Bitte teile uns Deine Bankverbindung mit, damit wir Dir das bereits bezahlte Honorar abzgl. Bearbeitungsgebühr zurückerstatten.
Liebe Grüße
XXX und XXXXX XXXX
Mich hat das lange beschäftigt und möchte nun als Abschluss folgendes dazu bemerken:
Abgesehen davon dass die Wortwahl verletzend und wie eine Waffe eingesetzt wird und Akafabus sich an seine eigenen Abmachungen nicht hielt, wurde mir mein Geld 1 Monat nicht und dann erst mit Hilfe eines Rechtsanwaltes zurückgezahlt. Die Anmeldegebühr einbehalten zu wollen, was gegen Recht und den Vertrag ist ist nicht in Ordnung
Als problematisch sehe ich nicht nur diese Reaktion sondern auch einige der Coachingmethoden:
- Coaching MUSS wöchentlich stattfinden (damit Akafabus optimal ausgelastet ist?).
- Die Kündigungsklausel im Vertrag ist nicht eindeutig und wird von Akafabus frei ausgelegt.
Kündigung kommt von Kunde!
- Akafabus praktiziert „öffentliches Rauswerfen“ von Teilnehmern (während der Seminare) die nicht der Meinung des Coach folgen bzw. nicht in dessen Sinne weitergehen.
Vorschlag: Ein persönliches kurzes Gespräch wäre angebrachter. Alles andere ist eine öffentliche Machtdemonstration des Coaches, auch wenn ein Sinn dahinter steckt.
- Prophetische Sätze wie dieser, der gegenüber einer Teilnehmerin ausgesprochen wurde sind nicht integer: „ Wenn du deine Einstellung nicht änderst wirst du Krebs, wie deine Vorfahren bekommen….lass dir einen Termin bei uns geben“
Bei allem positiven das ich gelernt habe und für das ich dankbar bin, halte ich solche Coachingmethoden für fragwürdig. Um nicht vorschnell ein Urteil zu fällen tauschte ich mich in den letzten Monaten mit verschiedenen Professionellen Coaches (Leiter von Coachingorganisationen und Ethikverbänden), Ärzten (u.a. Leiterin einer Psychiosomatischen Klinik) sowie Theologen und Freunden über dieses Verhalten aus, die alle diese Art des Vorgehens von Akafabus als unprofessionell und unverantwortlich bewerteten. Auch die Ausbilder von Akafabus distanzieren sich von dem Coachingunternehmen.
Akafabus ist in keinem Coachingverband und hält sich nicht an von Verbänden aufgestellte Coachingethik. Akafabus nutzt Coachinginhalte und seine Kunden um sich selbst schnellstmöglich finanziellen Wachstum zu erschaffen. Das ist durchaus legitim…die Methoden gehen aber über ethische Regeln hinweg.
Ich kann nur hoffen dass Akafabus hier umdenkt und sich der Kritik stellt, die auch von ehemaligen Coachingkollegen und Kunden von Akafabus geäußert wurden.
Dennoch bin ich Akafabus sehr dankbar für alles was ich gutes gelernt habe und bin immer noch offen diese Sache zu klären.
Marc